Ein Sonnenschirm im Weltall gegen die Erderwärmung
Die Idee von Elon Musk
Im August 2026 schlug Elon Musk in einem Social-Media-Beitrag eine neue Idee vor. Der Unternehmer wollte die Erde mithilfe von Satelliten kühlen. Dafür sollten die Satelliten den Planeten im Weltall vor der Sonne abschirmen. Musk schrieb, die Satelliten könnten das Problem der Erderwärmung für etwa eine Milliarde Jahre lösen. Ob der Chef des Raumfahrtunternehmens SpaceX seinen Vorschlag ernst meinte, ist unklar. Doch einige Forscher beschäftigen sich tatsächlich mit Methoden, die Sonnenstrahlen im Weltraum abzulenken.
Ein Bericht über Geoengineering
Das gemeinnützige Planetary Sunshade Institute veröffentlichte im Oktober 2026 einen wichtigen Bericht. Dieser Bericht gilt unter Fachleuten als die bisher umfassendste Analyse solcher Geoengineering-Methoden. Die Studie fasst Untersuchungen eines Konsortiums aus den Ingenieur- und Klimawissenschaften zusammen. Demnach könnte es in 20 bis 40 Jahren möglich sein, mit dem Bau eines planetaren Sonnenschirms zu beginnen. Entscheidend sei, wie schnell leistungsstarke Trägerraketen entwickelt werden. Diese Raketen müssen Millionen Tonnen Material ins All transportieren können. Chantal Cappelletti von der Universität Nottingham sagt, viele hielten die Idee für reine Fantasie. Doch die sinkenden Kosten für Weltraumstarts machten das Vorhaben zunehmend realistisch.
Risiken und Kritik
Solares Geoengineering ist im Bereich der Klimaforschung seit Langem umstritten. Weltraumbasierte Ansätze bergen andere Risiken als Methoden in der Atmosphäre. Dazu gehört die Umweltbelastung durch Tausende von Raketenstarts. Kritiker warnen zudem, dass Geoengineering vom dringend nötigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ablenkt. Morgan Goodwin, Klimaaktivist und Geschäftsführer des Planetary Sunshade Institute, sagt: Die Klimakrise beschleunigt sich und treibt die Welt in Richtung dieser Technologie. Der Bericht wurde mit einer Förderung von umgerechnet 480 000 Euro durch die britische Advanced Research and Invention Agency unterstützt. Diese Förderung ist Teil eines größeren Programms mit einem Volumen von 68 Millionen Euro.