EU-Parlament stoppt Mercosur-Abkommen – Bauern protestieren
Warum protestieren die Bauern?
In Straßburg haben viele Bauern gegen das Mercosur-Abkommen demonstriert. Das Abkommen ist ein Handelsvertrag zwischen der EU und vier südamerikanischen Ländern: Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay. Die Bauern haben Schilder mit der Aufschrift „Von der Leyen – geh nach Hause!“ hochgehalten. Sie fürchten, dass billiges Fleisch aus Südamerika auf den europäischen Markt kommt. Das könnte ihre Preise drücken und ihre Existenz gefährden.
Was passiert jetzt im EU-Parlament?
Das EU-Parlament hat mit knapper Mehrheit beschlossen, den Europäischen Gerichtshof (EuGH) anzurufen. 334 Abgeordnete waren dafür, 324 dagegen. Jetzt muss das Gericht prüfen, ob das Abkommen mit EU-Recht vereinbar ist. Das kann Monate dauern. Trotzdem könnte die EU-Kommission das Abkommen schon früher in Teilen anwenden. Bundeskanzler Friedrich Merz findet das gut. Er sagt, das Parlament hat die geopolitische Lage nicht verstanden.
Warum ist das Abkommen umstritten?
Das Mercosur-Abkommen soll Zölle abbauen und den Handel zwischen der EU und Südamerika erleichtern. Die EU möchte mehr Autos und Maschinen verkaufen. Südamerika könnte mehr Fleisch und Soja liefern. Viele Unternehmen in Deutschland freuen sich auf neue Märkte. Aber Kritiker sagen: Die Standards in Südamerika sind niedriger. Das Fleisch könnte billiger sein, aber auch weniger sicher. Das wäre unfair für europäische Bauern.