Waldbaden im Winter: Entspannung in der Natur
Waldbaden im Winter
Waldbaden ist ein langsamer Spaziergang durch den Wald mit besonderen Achtsamkeitsübungen. Der Begriff kommt aus Japan und heißt dort Shinrin Yoku. Dort wird das bewusste Eintauchen in den Wald schon seit Jahrzehnten praktiziert und erforscht. In Deutschland nutzen immer mehr Menschen diese Methode, um dem Alltagsstress zu entfliehen und eine neue Verbindung zur Natur aufzubauen. Auch in der dunklen Jahreszeit wird Waldbaden an zahlreichen Orten angeboten. Dann zeigt sich das Erlebnis durch frostige Böden, verschneite Landschaft oder kühle Winde nochmals von einer ganz anderen Seite.
Übungen mit allen Sinnen
Gesa Gerken ist Waldpädagogin und leitet Gruppen im Wald in Kutenholz. Sie reibt einen Zweig Douglasie zwischen den Fingern. Die Teilnehmer riechen an Baumstämmen, Moos und Fichtenzapfen. Der Waldduft ist wohltuend und beruhigend. Die Gruppe macht verschiedene Achtsamkeits- und Atemübungen. Manche Menschen fühlen sich im Winter müde und schlapp. Das Waldbaden hilft gegen den Blues in der dunklen Jahreszeit.
Entspannung für Körper und Seele
Dass Waldbaden förderlich für die mentale Gesundheit ist, sieht auch Försterin Birte Schmetjen so. Sie gründete das Unternehmen Waldwohl und bildet Trainer aus. Der Wald tut unserem Körper, unserer Seele und unserem Atemsystem gut. Durch die begleitenden Übungen wird der Stress nachhaltig reduziert. Teilnehmerin Fleur Ot hat einen sehr stressigen Job und schützt sich mit Stirnband, dicker Jacke und Handschuhen gegen die Kälte. Bei der Atemübung bewegt sie die Arme wie beim Bogenschießen.