Blockade der Straße von Hormus: Saudi-Arabien und Irak suchen Alternativen
Die Blockade und ihre Folgen
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Hier wird ein großer Teil des globalen Öls transportiert. Seit der Iran die Straße blockiert, können viele Schiffe nicht mehr durchfahren. Das ist ein großes Problem für Saudi-Arabien und den Irak, die ihr Öl exportieren müssen. Beide Länder suchen jetzt nach alternativen Wegen.
Saudi-Arabien setzt auf das Rote Meer
Saudi-Arabien nutzt Pipelines, um Öl von den Fördergebieten im Osten des Landes zum Roten Meer zu transportieren. Von dort aus wird es auf Schiffe verladen. Der Hafen in Yanbu spielt dabei eine wichtige Rolle. Allerdings sind die Kapazitäten begrenzt. Vor der Blockade exportierte Saudi-Arabien täglich etwa sechs Millionen Barrel über die Straße von Hormus. Jetzt sind es nur noch etwa vier Millionen Barrel über das Rote Meer.
Der Irak nutzt Pipelines und Tanklaster
Auch der Irak sucht nach Alternativen. Das Land pumpt Öl aus Kirkuk durch eine Pipeline in die Türkei. Von dort aus wird es weitertransportiert. Zusätzlich nutzen die Iraker Tanklaster, um Öl in die Nachbarländer Jordanien und Türkei zu bringen. Allerdings können diese Wege nicht so viel Öl transportieren wie der Hafen von Basra. Normalerweise exportiert der Irak etwa 3,5 Millionen Barrel pro Tag. Jetzt sind es nur noch etwa 1,2 Millionen Barrel.
Risiken und Herausforderungen
Die neuen Wege sind nicht nur teurer, sondern auch gefährlich. Der Iran kann Schiffe am Roten Meer angreifen. Auch die Huthi-Miliz im Jemen könnte wieder damit beginnen, Schiffe zu beschießen. Trotz dieser Risiken haben Saudi-Arabien und der Irak keine andere Wahl. Sie müssen ihr Öl exportieren, um Geld zu verdienen. Die hohen Ölpreise helfen dabei, die Verluste etwas auszugleichen.