Chikungunya-Virus in Europa: Wie der Klimawandel die Gefahr erhöht
Die Ausbreitung der Tigermücke
Die Tigermücke (Aedes albopictus) stammt ursprünglich aus Südostasien. Durch den Klimawandel hat sie sich jetzt auch in Europa ausgebreitet. Besonders in Südeuropa ist sie schon lange ein Problem. In Deutschland kommt sie vor allem in warmen Regionen wie Süddeutschland vor. Die Mücke kann verschiedene Viren übertragen, darunter das Chikungunya-Virus.
Was ist das Chikungunya-Virus?
Das Chikungunya-Virus ist ein RNA-Virus, das ursprünglich aus Afrika und Asien stammt. Es verursacht hohes Fieber, Hautausschläge, Kopfschmerzen und starke Gelenkschmerzen. Bei etwa 10 Prozent der Betroffenen halten die Gelenkschmerzen monatelang an. In seltenen Fällen kann das Virus auch zu gefährlichen Entzündungen des Herzens oder Gehirns führen.
Klimawandel erhöht das Risiko
Durch den Klimawandel werden die Winter in Europa milder. Das hilft der Tigermücke, zu überleben und sich auszubreiten. Eine neue Studie zeigt, dass sich das Chikungunya-Virus schon ab 14 Grad in der Mücke vermehren kann. Bei 22 Grad ist die Mücke besonders effizient in der Übertragung des Virus. Im Sommer ist das Risiko in Deutschland am höchsten, besonders in den Monaten Juli und August.
Risikogebiete in Europa
Laut der Studie sind große Teile Europas im Sommer Risikogebiete für das Chikungunya-Virus. Besonders betroffen sind Südeuropa und Teile Mitteleuropas, darunter auch Deutschland. In Süddeutschland beginnt die Risikosaison schon im Juni. Die Forscher warnen, dass sich die Risikogebiete durch den Klimawandel weiter ausdehnen werden.