Chinas wachsender Einfluss in der internationalen Politik
Quelle, an Sprachniveau angepasst Politik Wirtschaft Ausland

Chinas wachsender Einfluss in der internationalen Politik

Chinas neue Rolle nach dem Rückzug der USA

Auf dem UN-Klimagipfel 2025 hielt Chinas Präsident Xi Jinping eine Videobotschaft. Die USA waren nicht vertreten, da Präsident Donald Trump den Austritt aus mehreren internationalen Organisationen angeordnet hat. Dazu gehören die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UN-Klimarahmenübereinkommen. Trump begründete dies mit mangelnder Übereinstimmung dieser Organisationen mit den Interessen der USA. Währenddessen bleibt China in diesen Gruppen aktiv und empfängt Staatschefs aus verschiedenen Ländern.

China als neuer globaler Akteur

Xi Jinping betonte in Gesprächen mit dem britischen Premierminister Keir Starmer die Notwendigkeit einer „gleichberechtigten und geordneten multipolaren Welt“. Diese Aussage gewinnt an Bedeutung, da die USA sich aus multilateralen Institutionen zurückziehen. Eine Umfrage des European Council on Foreign Relations zeigt, dass viele Menschen in 21 Ländern erwarten, dass Chinas globaler Einfluss in den nächsten zehn Jahren zunimmt. Experten wie Claus Soong vom Mercator Institute for China Studies (MERICS) bestätigen, dass das Machtgefälle zwischen China und den USA kleiner wird.

Strategische Partnerschaften mit dem Globalen Süden

China setzt seit Jahren auf enge Beziehungen zu Entwicklungs- und Schwellenländern. Ein zentrales Projekt ist die „Belt and Road Initiative“ (BRI), die Infrastrukturinvestitionen in Asien, Afrika, Europa und Lateinamerika umfasst. Diese Initiative soll Chinas Einfluss weltweit stärken. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen durch US-Zölle verzeichnete China 2025 ein Wirtschaftswachstum von fünf Prozent und blieb Exportweltmeister. Allerdings passt China seine Strategie an und setzt nun auf kleinere, gezielte Investitionen, um finanzielle Risiken zu minimieren.

Autoritäre Bündnisse und internationale Politik

China pflegt enge Beziehungen zu autoritär regierten Ländern wie Russland, Nordkorea und dem Iran. Diese Gruppe, bekannt als „CRINK“ (China, Russland, Iran, Nordkorea), stimmt in der UN-Generalversammlung oft gemeinsam ab, besonders bei Themen wie Menschenrechten oder dem Ukraine-Krieg. Sabine Mokry vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik betont jedoch, dass diese Zusammenarbeit vor allem gegen die USA gerichtet ist und nicht auf gemeinsamen Werten basiert.

Quiz

Mehrere Antworten pro Frage können richtig sein.

  1. 1. Warum haben die USA viele internationale Organisationen verlassen?
  2. 2. Was sagt Xi Jinping über die internationale Ordnung?
  3. 3. Was ist das Ziel der „Belt and Road Initiative“?
  4. 4. Warum passt China seine Investitionsstrategie an?
  5. 5. Was ist das „CRINK“-Bündnis?
  6. 6. Warum arbeiten die CRINK-Staaten zusammen?
B1 Sprachniveau ändern C1