Chinas wachsender Einfluss in der internationalen Politik
Chinas Rolle auf dem UN-Klimagipfel
Auf dem UN-Klimagipfel 2025 hielt Chinas Präsident Xi Jinping eine wichtige Videobotschaft. Während die USA unter Präsident Donald Trump den Austritt aus vielen internationalen Organisationen verkündeten, bleibt China ein aktives Mitglied. Trump begründete den Austritt damit, dass diese Organisationen nicht mit den Interessen der USA vereinbar seien. Dazu gehören unter anderem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UN-Klimarahmenübereinkommen (UNFCCC).
China als neuer globaler Akteur
Während die USA sich zurückziehen, nutzt China die Gelegenheit, um seinen Einfluss auszubauen. Xi Jinping empfing Staatschefs aus Kanada, Finnland und Großbritannien und betonte die Notwendigkeit einer "gleichberechtigten und geordneten multipolaren Welt". Eine aktuelle Umfrage des European Council on Foreign Relations (ECFR) zeigt, dass Menschen in 21 Ländern, darunter zehn EU-Mitgliedstaaten, davon ausgehen, dass Chinas globaler Einfluss in den nächsten zehn Jahren zunehmen wird.
Wirtschaftliche Stärke und globale Projekte
China zeigt auch wirtschaftlich Stärke. Trotz US-Zöllen wuchs das Bruttoinlandsprodukt 2025 um fünf Prozent, und China blieb "Exportweltmeister". Ein wichtiger Teil von Chinas Strategie ist die Zusammenarbeit mit dem Globalen Süden. Die "Belt and Road Initiative" (BRI), auch Neue Seidenstraße genannt, ist ein großes Infrastrukturprojekt, das Chinas Einfluss in Asien, Afrika, Europa und Lateinamerika stärken soll. Allerdings hat China in den letzten Jahren die Strategie angepasst und setzt nun auf kleinere, gezieltere Investitionen, um finanzielle Risiken zu minimieren.
Bündnisse mit autoritären Staaten
China baut auch enge Beziehungen zu anderen autoritären Staaten auf. Dazu gehören Russland, Nordkorea und der Iran. Diese Gruppe wird im Westen als "CRINK" (China, Russland, Iran, Nordkorea) bezeichnet. Diese Länder stimmen in der UN oft ähnlich ab, besonders bei Themen wie Menschenrechten oder dem Krieg in der Ukraine. Experten betonen jedoch, dass diese Zusammenarbeit vor allem gegen die USA gerichtet ist und nicht auf gemeinsamen Werten basiert.