Das Rätsel der frühen elliptischen Riesengalaxien
Die Entdeckung im frühen Universum
Das frühe Universum gibt Astronomen viele Rätsel auf. Eine der größten Fragen ist, wie sich so schnell nach dem Urknall bereits riesige Galaxien bilden konnten. Wissenschaftler haben Galaxienhaufen entdeckt, die für ihre Zeit viel zu weit entwickelt sind. Diese Galaxienhaufen bestehen aus vielen jungen Galaxien, die sich zu großen Strukturen zusammenballen.
Die Untersuchung von SPT2349-56
Ein Team um den Astronomen Nikolaus Sulzenauer vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie hat den jungen Galaxienhaufen SPT2349-56 untersucht. Dieser Haufen ist etwa 1,4 Milliarden Jahre nach dem Urknall entstanden. Mit Hilfe des Radioteleskopverbunds ALMA fanden die Forscher heraus, dass die Galaxien in diesem Haufen sehr schnell verschmelzen. Innerhalb von nur 300 Millionen Jahren könnten sie zu einer einzigen, gigantischen elliptischen Galaxie werden.
Die Rolle der Gezeitenarme und Stoßwellen
Die Galaxien in SPT2349-56 geben massiv Energie und Drehimpuls ab. Das passiert durch die Ausbildung von gewaltigen Gezeitenarmen und Stoßwellen. Diese Strukturen helfen, schwerere Elemente wie Kohlenstoff aus dem Inneren der Galaxien in den Raum zwischen ihnen zu transportieren. Die Gasströme wirken wie eine kosmische Bremse und ermöglichen den schnellen Kollaps der Galaxien.
Bedeutung der Entdeckung
Die Entdeckung ist wichtig, weil sie eine mögliche Lösung für das Paradoxon der frühen Existenz massereicher elliptischer Galaxien bietet. Die neuen Erkenntnisse zeigen, dass Galaxien viel schneller wachsen können als bisher angenommen. Das hilft den Wissenschaftlern, die Entwicklung des frühen Universums besser zu verstehen.