Das Rätsel der konstitutionellen Schlankheit
Ein ungewöhnliches Phänomen
In einer Welt, in der viele Menschen mit Übergewicht kämpfen, gibt es auch solche, die trotz reichlichem Essen nicht zunehmen können. Diese Menschen leiden unter konstitutioneller Schlankheit. In Deutschland sind etwa ein bis zwei Millionen Menschen davon betroffen. Sie haben oft einen Body-Mass-Index (BMI) unter 18,5 und manchmal sogar unter 14. Wissenschaftler verstehen noch nicht vollständig, warum das so ist.
Die Rolle der Gene und des Stoffwechsels
Studien zeigen, dass Gene eine wichtige Rolle spielen. Eine berühmte Zwillingsstudie aus dem Jahr 1990 hat gezeigt, dass manche Menschen trotz zusätzlicher Kalorien kaum zunehmen. Das deutet darauf hin, dass der Stoffwechsel dieser Menschen anders funktioniert. Sie verbrennen Kalorien schneller oder scheiden mehr davon aus. Einige Gene, wie das ALK-Gen, könnten dabei eine Schlüsselrolle spielen.
Körperliche Besonderheiten
Konstitutionell dünne Menschen haben oft weniger Muskelmasse und manchmal auch weniger Knochenmasse. Das kann gesundheitliche Nachteile haben, wie ein höheres Risiko für Osteoporose. Interessanterweise haben sie aber oft normale Mengen an Fettgewebe. Ihr Körper scheint Kalorien anders zu nutzen, möglicherweise durch eine höhere Stoffwechselaktivität im Fettgewebe.
Soziale und psychologische Auswirkungen
Dünne Menschen leiden oft unter sozialer Stigmatisierung. Männer hören oft, sie seien zu dünn, um „richtige Männer“ zu sein. Frauen beklagen fehlende Kurven. Manchmal wird ihnen unterstellt, sie hätten Essstörungen. Eine Gewichtscoachin namens Bella Barnes hilft solchen Menschen, durch Krafttraining und bewusste Ernährung zuzunehmen. Sie betont, dass Vollwertkost und eine hohe Kalorienzufuhr entscheidend sind.