Der gefährliche Tanker „Arctic Metagaz“: Wer trägt die Verantwortung?
Ein Schiff in Gefahr
Seit März 2026 treibt der russische Gastanker „Arctic Metagaz“ beschädigt im Mittelmeer. Das Schiff transportiert 700 Tonnen Schweröl und 60.000 Tonnen Flüssiggas. Experten warnen, dass es sinken könnte. Ein Sinken würde eine schwere Umweltkatastrophe auslösen, da das Öl das Meer verschmutzen würde. Die genaue Position des Schiffes ist unbekannt, und es gibt kaum Informationen über seinen Zustand.
Die russische Schattenflotte
Der Tanker gehört möglicherweise zur russischen „Schattenflotte“. Diese Flotte besteht aus Schiffen, die Russland nutzt, um Sanktionen gegen seine Öl- und Gasexporte zu umgehen. Russland behauptet, die Ukraine habe das Schiff mit Wasserdrohnen angegriffen. Die Ukraine hat diesen Vorwurf bisher nicht kommentiert. Die 30-köpfige Besatzung konnte gerettet werden, aber das Schiff treibt weiter ohne Kontrolle.
Wer ist verantwortlich?
Rechtsexperten erklären, dass Russland als Flaggenstaat völkerrechtlich für die Sicherheit des Schiffes verantwortlich ist. Allerdings ist unklar, ob Russland die Bergung organisieren und bezahlen will. Die Küstenstaaten wie Malta und Italien dürfen erst eingreifen, wenn das Schiff in ihre ausschließliche Wirtschaftszone kommt. Diese Zone erstreckt sich bis zu 200 Seemeilen vor der Küste.
Mögliche Folgen einer Havarie
Sollte das Schiff sinken, würde das Schweröl ins Meer fließen. Schweröl ist extrem schädlich für marine Ökosysteme. Frühere Ölkatastrophen haben gezeigt, dass die Umwelt jahrelang darunter leidet. Das Flüssiggas an Bord ist weniger gefährlich, da es sich schnell verflüchtigt. Dennoch könnte der Treibstoff an Bord ein großes Problem darstellen. Italien hat bereits Schiffe in die Nähe des Tankers geschickt, um ihn zu überwachen und gegebenenfalls zu schleppen.