Der Komet MAPS: Ein kurzes Leben am Himmel
Die Entdeckung des Kometen MAPS
Am 13. Januar 2026 entdeckten Astronomen einen neuen Kometen am Südhimmel. Er erhielt den Namen C/2026 A1 (MAPS). Der Komet hatte einen Durchmesser von etwa 400 Metern und gehörte zur Kreutz-Gruppe. Diese Gruppe besteht aus Kometen, die der Sonne extrem nah kommen. Deshalb werden sie auch „Sonnenkratzer“ genannt.
Die gefährliche Nähe zur Sonne
Am 4. April 2026 erreichte MAPS den sonnennächsten Punkt seiner Bahn, das sogenannte Perihel. Er war nur 160.000 Kilometer von der Sonnenoberfläche entfernt. Zum Vergleich: Das ist weniger als die Hälfte der Entfernung zwischen Erde und Mond. Die enorme Hitze der Sonne führte dazu, dass der Komet zerbrach. Solche Ereignisse sind bei Kometen der Kreutz-Gruppe nicht ungewöhnlich.
Warum zerbrechen Kometen?
Kometen bestehen aus einer Mischung von Eis, Staub und Gestein. Wenn sie der Sonne zu nah kommen, erhitzen sie sich auf mehrere tausend Grad Celsius. Das Eis verdampft direkt – ein Prozess, den man Sublimation nennt. Dadurch verliert der Komet seinen Zusammenhalt und kann in Stücke zerbrechen. Nicht alle Kometen überleben diese extreme Hitze. MAPS hatte leider kein Glück.
Die Beobachtung des Zerbrechens
Erste Hinweise auf das Auseinanderbrechen von MAPS lieferte das Weltraumteleskop LASCO. Es dient eigentlich zur Beobachtung der Sonnenkorona. Auf den Bildern von LASCO war MAPS nur noch als schwacher Staubstreifen ohne Kern zu sehen. Weitere Aufnahmen des Instruments Compact Coronagraph (CCOR-1) an Bord des Satelliten GOES bestätigten, dass vom Kometen nach der Sonnenpassage kaum noch etwas übrig war.