Der Regenwald als Regenmacher: Wie Abholzung das Klima verändert
Die Rolle des Regenwalds im Klimasystem
Der Regenwald ist ein wichtiger Akteur im Klimasystem der Erde. Er bindet nicht nur große Mengen CO₂, sondern produziert auch viel Wasserdampf. Dieser Wasserdampf kühlt und befeuchtet die Atmosphäre und führt zu Niederschlägen. Besonders im Amazonasgebiet erzeugt der Regenwald bis zu 80 Prozent des benötigten Regens selbst.
Wie viel Regen produziert der Regenwald?
Forschende haben herausgefunden, dass ein Quadratmeter Regenwald etwa 240 Liter Regen pro Jahr erzeugt. Im Amazonas-Regenwald sind es sogar 300 Liter pro Quadratmeter. Diese zusätzlichen Niederschläge sind entscheidend für die regionale Wasserversorgung und die Landwirtschaft.
Folgen der Entwaldung
Die Abholzung des Regenwalds hat gravierende Auswirkungen. Durch die Rodung verringern sich die Niederschläge, und die Regensaison verkürzt sich. In Brasilien hat die Entwaldung bereits zu messbaren Einbußen in der Landwirtschaft geführt. Die Ernteerträge von Mais und Soja sind gesunken, und auch die Trinkwasserversorgung ist betroffen.
Wirtschaftliche Bedeutung des Regenwalds
Der Regenwald ist nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich von großer Bedeutung. Der vom Amazonas-Regenwald erzeugte Regen hat einen Wert von etwa 59,4 US-Dollar pro Hektar. Insgesamt trägt der brasilianische Amazonas-Regenwald mit rund 20 Milliarden US-Dollar zur regionalen Landwirtschaft bei. Die Entwaldung hat bereits zu wirtschaftlichen Verlusten von knapp fünf Milliarden US-Dollar jährlich geführt.