Die älteste Feuerbestattung Afrikas: Einblick in steinzeitliche Rituale
Entdeckung in Malawi
Forscher haben in Malawi die älteste bekannte Feuerbestattung Afrikas entdeckt. Die Überreste einer Frau, die vor etwa 9.500 Jahren verbrannt wurde, wurden am Mount Hora gefunden. Dieser Fund ist besonders wichtig, weil er zeigt, dass schon steinzeitliche Jäger und Sammler komplexe Bestattungsrituale kannten.
Ablauf der Feuerbestattung
Die Frau wurde kurz nach ihrem Tod auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Die Archäologen fanden verkohlte Knochen und Asche. Für die Verbrennung waren hohe Temperaturen und viel Holz nötig. Die Menschen mussten zusammenarbeiten, um genug Brennmaterial zu sammeln und das Feuer über Stunden am Brennen zu halten.
Bedeutung für die Forschung
Bisher dachte man, dass Feuerbestattungen erst in späteren Kulturen üblich waren. Der Fund in Malawi widerlegt diese Annahme. Er zeigt, dass auch Jäger und Sammler schon aufwändige Rituale für ihre Toten hatten. Das deutet auf eine komplexe soziale Struktur hin.
Vergleich mit anderen Funden
Der Fund in Malawi ist nicht der einzige seiner Art. In Alaska wurde eine noch ältere Feuerbestattung entdeckt, allerdings von einem Kind. Beide Funde zeigen, dass Feuerbestattungen schon sehr früh in der Geschichte der Menschheit praktiziert wurden.