Die antike Weinherstellung: Rosinen als Schlüssel zur Gärung
Die Anfänge der Weinproduktion
Schon vor etwa 8.000 Jahren stellten Menschen in Ländern am Mittelmeer Wein her. Lange dachte man, dass sie frische Trauben zerkleinerten und in Gefäßen lagerten. Die Hefen auf den Traubenschalen sollten dann den Saft zu Wein vergären. Doch neue Forschungen zeigen: Es war anders.
Rosinen statt frische Trauben
Wissenschaftler der Universität Kyoto haben herausgefunden, dass die Menschen wahrscheinlich Rosinen nutzten. Sie legten Trauben in die Sonne, bis sie zu Rosinen wurden. Diese Rosinen weichten sie in Wasser ein. Nach etwa zwei Wochen entstand daraus Wein. Besonders sonnengetrocknete Rosinen eigneten sich gut für diesen Prozess.
Die Rolle der Hefen
Hefen wie Saccharomyces cerevisiae sind wichtig für die Gärung. Auf frischen Trauben kommen sie selten vor, aber auf Rosinen sind sie häufiger. Die Hefen verwandeln den Zucker in den Rosinen in Alkohol. Bei Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius funktioniert das am besten.
Praktische Vorteile der Rosinenmethode
Rosinen haben einen großen Vorteil: Sie sind länger haltbar als frische Trauben. Deshalb konnten sie auch in Länder exportiert werden, in denen keine Trauben wuchsen. So konnten auch Menschen in kälteren Regionen wie Skandinavien Wein herstellen.