Die Gefahren des Zungenklebens an kaltem Metall
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Die Gefahren des Zungenklebens an kaltem Metall

Ein winterliches Phänomen

Jeden Winter gibt es Fälle, in denen Kinder mit der Zunge an kalten Metallstangen festfrieren. Was als harmloses Experiment beginnt, endet oft mit Schmerzen oder sogar Verletzungen. Wissenschaftler haben dieses Phänomen nun genauer untersucht und warnen vor den Risiken.

Wissenschaftliche Untersuchungen

Ein Team um Anders Hagen Jarmund von der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technik analysierte Zeitungsberichte aus Skandinavien seit 1748. Sie fanden über 850 Berichte zu diesem Thema. Besonders betroffen sind fünfjährige Jungen. In 18 Prozent der Fälle mussten die Kinder ärztlich behandelt werden, weil sie sich Gewebe abrissen.

Experimente mit Schweinezungen

Die Forscher führten Experimente mit Schweinezungen durch, um die Verletzungsgefahr zu testen. Sie fanden heraus, dass die Zungen bei Temperaturen zwischen minus 5 und minus 15 Grad Celsius besonders leicht verletzt werden. Bei noch kälteren Temperaturen war das Risiko geringer, weil die Zunge selbst hart gefror.

Empfehlungen der Wissenschaftler

Die Forscher raten, ruhig zu bleiben, wenn die Zunge festfriert. Man sollte das Metall in der Umgebung der Zunge erwärmen, zum Beispiel mit warmem Wasser oder dem eigenen Atem. Auf keinen Fall sollte man versuchen, die Zunge ruckartig loszureißen. Besser ist es, Kinder von vornherein davon abzuhalten, an kaltem Metall zu lecken.

Quiz

Mehrere Antworten pro Frage können richtig sein.

  1. 1. Was passiert, wenn man an kaltem Metall leckt?
  2. 2. Wer ist besonders oft betroffen?
  3. 3. Wie viele der Fälle mussten ärztlich behandelt werden?
  4. 4. Was fanden die Experimente mit Schweinezungen heraus?
  5. 5. Was raten die Wissenschaftler?
  6. 6. Woher stammen die meisten Berichte?
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