Ein Massengrab aus der Eisenzeit: Hinweise auf ein brutales Ritual
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Ein Massengrab aus der Eisenzeit: Hinweise auf ein brutales Ritual

Das Massengrab von Gomolava

In Serbien entdeckten Archäologen ein Massengrab aus der Eisenzeit. In dem Grab lagen 77 Menschen, vor allem Kinder und junge Frauen. Sie hatten schwere Verletzungen am Kopf. Neben den Toten fanden die Forscher auch Tiere, Schmuck und zerbrochene Gegenstände. Das Grab wurde bereits in den 1970er-Jahren ausgegraben, aber erst jetzt genauer untersucht.

Ein Ritual statt Krankheit oder Krieg

Zuerst dachten die Forscher, dass die Menschen an einer Krankheit oder durch einen Krieg starben. Neue Untersuchungen zeigen aber: Es war wahrscheinlich ein Ritual. Die Menschen wurden gezielt ausgewählt. Sie kamen aus verschiedenen Orten und waren nicht miteinander verwandt. Die meisten Opfer waren Kinder und junge Frauen. Nur wenige Männer lagen in dem Grab.

Spuren von Gewalt

Die Opfer hatten Verletzungen am Schädel und wurden mit Pfeilen oder Speeren getötet. Die Forscher glauben, dass die Menschen noch lebend in das Grab gebracht wurden. Es gab keine Anzeichen dafür, dass sie lange nach ihrem Tod bestattet wurden. Das deutet auf eine geplante, brutale Handlung hin.

Ein besonderer Ort mit langer Geschichte

Das Grab liegt an einem Ort, der schon seit Jahrtausenden wichtig war. Schon im 6. Jahrtausend v. Chr. nutzten Menschen diesen Platz. Zur Zeit des Massengrabs gab es viele Veränderungen in der Region. Neue Gruppen kamen in das Gebiet und es gab Konflikte. Vielleicht hängen diese Veränderungen mit dem Ritual zusammen.

Quiz

Mehrere Antworten pro Frage können richtig sein.

  1. 1. Wo liegt das Massengrab von Gomolava?
  2. 2. Wann wurde das Massengrab entdeckt?
  3. 3. Wer lag hauptsächlich in dem Grab?
  4. 4. Was fanden die Forscher neben den Menschen?
  5. 5. Was glauben die Forscher heute über die Todesursache?
  6. 6. Warum ist der Ort des Grabes besonders?
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