Ein neuer Menschenaffe aus Ägypten verändert die Geschichte
Ein bedeutender Fund in Ägypten
Forscher haben in Ägypten einen Unterkiefer eines bisher unbekannten Affen entdeckt. Der Affe lebte vor etwa 17 Millionen Jahren und wurde Masripithecus moghraensis genannt. Der Fundort liegt in der Wüste von Wadi Moghra in Nordägypten. Der Name des Affen setzt sich aus dem arabischen Wort für Ägypten („Masr“) und dem griechischen Wort für Affe („píthēkos“) zusammen.
Warum ist der Fund so wichtig?
Bisher glaubten Wissenschaftler, dass die Wiege der Menschenaffen in Ostafrika lag. Der neue Fund zeigt jedoch, dass auch Nordafrika eine wichtige Rolle in der Evolution der Menschenaffen gespielt haben könnte. Der Unterkiefer des Affen hat große Eck- und Backenzähne, was darauf hindeutet, dass er sich von harter Nahrung wie Nüssen oder Samen ernährte.
Neue Erkenntnisse zur Evolution
Die Forscher um Shorouq Al-Ashqar von der Universität al-Mansura verglichen den Fund mit anderen Fossilien. Sie fanden heraus, dass Masripithecus moghraensis näher mit den heutigen Menschenaffen verwandt ist als alle bisher bekannten Arten aus Ostafrika. Das bedeutet, dass die Vorfahren der heutigen Menschenaffen möglicherweise aus Nordafrika stammen.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Der Fund stellt die bisherige Theorie infrage und zeigt, dass die Wissenschaft vielleicht an der falschen Stelle gesucht hat. In Zukunft werden Forscher auch in Nordafrika nach weiteren Fossilien suchen müssen. Vielleicht gibt es dort noch mehr Überraschungen, die uns helfen, die Geschichte der Menschenaffen besser zu verstehen.