EU beschließt strengere Asyl- und Abschieberegeln
Neue Asylregeln im Europaparlament
Das Europaparlament in Brüssel hat neue, strengere Regeln für Asyl und Abschiebungen beschlossen. Menschen, die kein Asyl bekommen, können jetzt leichter und schneller abgeschoben werden. Die Regeln erlauben auch, dass diese Menschen bis zu 24 Monate in Abschiebehaft bleiben dürfen. Außerdem sollen sogenannte "Return Hubs" in Ländern außerhalb der EU eingerichtet werden. Dort können abgelehnte Asylbewerber hingebracht werden.
Wer hat zugestimmt?
Für die neuen Regeln haben vor allem konservative und rechte Parteien gestimmt. Dazu gehören auch rechtsextreme Parteien wie die AfD. Die sozialdemokratischen und liberalen Parteien waren dagegen. Sie finden, dass die Regeln zu hart sind. Besonders kritisiert wird, dass abgelehnte Asylbewerber wie Straftäter behandelt werden könnten.
Was passiert jetzt?
Die neuen Regeln sind noch nicht endgültig. Jetzt müssen sich das Europaparlament, die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten der EU einigen. Das nennt man Trilog-Verfahren. Erst wenn alle zustimmen, treten die Regeln in Kraft.