Europa im Griff des Winters: Tödliche Unfälle, Verkehrschaos und logistische Herausforderungen
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Europa im Griff des Winters: Tödliche Unfälle, Verkehrschaos und logistische Herausforderungen

Tödliche Folgen des Winterwetters

Ein massiver Wintereinbruch hat weite Teile Europas in eine kritische Lage gebracht. In Frankreich kamen fünf Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, darunter ein Taxifahrer, der in der Nähe von Paris mit seinem Fahrzeug in die Marne stürzte. Die glatten Straßen führten zu zahlreichen Unfällen, und der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot kritisierte den Wetterdienst scharf, da dieser die Schneemengen deutlich unterschätzt hatte. Statt der vorhergesagten drei Zentimeter fielen bis zu acht Zentimeter Schnee.

Zusammenbruch des Flugverkehrs

Der Flugverkehr in Europa ist durch das extreme Wetter stark beeinträchtigt. An den Pariser Flughäfen wurden zahlreiche Flüge gestrichen, und in den Niederlanden musste die Airline KLM 600 Flüge am Amsterdamer Flughafen Schiphol absagen. Der Grund: Die Enteisungsflüssigkeit für die Flugzeuge war ausgegangen, da der deutsche Lieferant aufgrund der winterlichen Bedingungen nicht liefern konnte. KLM-Mitarbeiter mussten die Flüssigkeit persönlich abholen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Extreme Kälte und ihre Auswirkungen

In Großbritannien wurde mit minus 12,5 Grad die kälteste Nacht des Winters gemessen. In Schottland blieben über 300 Schulen geschlossen, und der Zugverkehr war stark gestört. In Dänemark riet der Rettungsdienst den Bewohnern Nordjütlands, angesichts eines bevorstehenden Schneesturms zu Hause zu bleiben. Wer sich dennoch auf die Straßen wagte, sollte eine Schaufel dabeihaben, um im Notfall das Auto freigraben zu können. In Tschechien waren Zehntausende Einwohner Prags aufgrund einer defekten Fernwärmeleitung vorübergehend ohne Heizung und Warmwasser.

Beeinträchtigungen des Schienen- und Straßenverkehrs

Der Schienenverkehr in Westfrankreich kam teilweise zum Erliegen, und mehrere Strecken wurden komplett gesperrt. Schulbusse fielen aus, und der öffentliche Nahverkehr war stark beeinträchtigt. Auch in Ungarn und Rumänien gab es erhebliche Probleme: In Budapest fielen Dutzende Busse aus, und im rumänischen Kreis Alba waren fast 8.000 Haushalte vier Tage lang ohne Strom. In Spanien und auf Mallorca führte der Frost zu weiteren Herausforderungen, während auf dem Balkan die Wasserversorgung in einigen Städten zusammenbrach.

Prognosen und weitere Entwicklungen

Meteorologen warnen vor einer Verschärfung der Lage. In Deutschland wird ab Donnerstag ein Sturmtief erwartet, das über die nördliche Mitte des Landes ziehen und für weitere Schneefälle und Glatteis sorgen soll. Die aktuellen Wetterbedingungen zeigen, wie anfällig moderne Infrastrukturen für extreme Wetterereignisse sind und welche logistischen Herausforderungen damit einhergehen.

Quiz

  1. 1. Wie viele Menschen kamen in Frankreich durch das Winterwetter ums Leben?




  2. 2. Warum kritisierte der französische Verkehrsminister den Wetterdienst?



  3. 3. Warum musste KLM 600 Flüge streichen?




  4. 4. Welche Auswirkungen hatte das Winterwetter in Großbritannien?



  5. 5. Was riet der Rettungsdienst in Dänemark den Bewohnern Nordjütlands?



  6. 6. Welche Probleme gab es in Tschechien?



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