Flexiblere Arbeitszeiten: Regierung plant Reform für den Tourismussektor
Hintergrund der Reform
Die deutsche Regierung hat eine neue Tourismusstrategie beschlossen. Ein zentraler Punkt dieser Strategie ist die Änderung des Arbeitszeitgesetzes. Bisher ist die Arbeitszeit auf acht Stunden pro Tag begrenzt, mit der Möglichkeit, in Ausnahmefällen bis zu zehn Stunden zu arbeiten. Nun soll eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden eingeführt werden. Diese Reform soll besonders der Tourismusbranche zugutekommen.
Vorteile für die Tourismusbranche
Die geplante Reform soll vor allem kleinen und mittelständischen Betrieben helfen. In der Gastronomie und im Hotelgewerbe sind unregelmäßige Arbeitszeiten üblich. Die neue Regelung bietet mehr Flexibilität und könnte den Fachkräftemangel lindern. Branchenverbände wie der Deutsche Reiseverband begrüßen die Pläne und sehen darin eine Chance für mehr Planungssicherheit.
Weitere Maßnahmen der Tourismusstrategie
Neben der Arbeitszeitreform umfasst die Tourismusstrategie weitere Maßnahmen. So sollen Überstundenzuschläge steuerfrei gestellt und Prämien für die Ausweitung der Arbeitszeit bei Teilzeitkräften steuerlich begünstigt werden. Auch die Verbesserung der Verkehrsanbindung, wie Investitionen in Schienen- und Straßennetz, ist Teil der Strategie.
Kritik von den Grünen
Nicht alle politischen Kräfte unterstützen die Pläne. Die Grünen kritisieren die Reform als "Mogelpackung". Sie argumentieren, dass das Ende des Achtstundentags die Arbeitsbedingungen in der Branche verschlechtern und den Fachkräftemangel nicht lösen werde. Zudem bemängeln sie, dass die Strategie zu wenig auf die Herausforderungen der Klimakrise eingehe.