Früheste Holzwerkzeuge der Menschheit in Griechenland gefunden
Eine bedeutende Entdeckung
In Griechenland haben Forscher die bisher ältesten Holzwerkzeuge Europas entdeckt. Die Funde stammen aus der Ausgrabungsstätte Marathousa 1 im Megalopolis-Becken. Sie sind etwa 430.000 Jahre alt und wurden von Frühmenschen genutzt, die möglicherweise zur Art Homo heidelbergensis gehörten.
Werkzeuge und ihre Nutzung
Eines der wichtigsten Fundstücke ist ein 81 Zentimeter langer Stock aus Erlenholz. Er wurde als Grabstock genutzt und zeigt Bearbeitungsspuren. Die Menschen entrindeten den Stock und schnitzten die Äste ab. Ein weiteres kleines Holzstück könnte zum Nachschärfen von Steinwerkzeugen gedient haben. Die Forscher fanden auch Steinwerkzeuge in der Nähe.
Leben im Megalopolis-Becken
Vor 430.000 Jahren war das Megalopolis-Becken ein guter Ort zum Leben. Das Klima war mild, und es gab offene Waldlandschaften. Die Jahresmitteltemperatur lag bei etwa fünf bis sieben Grad. Die Menschen lebten dort, weil es genug Nahrung und ein angenehmes Klima gab.
Vergleich mit anderen Funden
Nur wenige Holzfunde mit Spuren menschlicher Bearbeitung sind älter als die aus Griechenland. Eine Speerspitze aus England ist etwa 400.000 Jahre alt. Noch älter ist eine Holzstruktur aus Sambia, die etwa 467.000 Jahre alt ist. Diese Funde zeigen, dass Menschen schon sehr früh Holz als Werkzeug nutzten.