Globale CO2-Emissionen erreichen neuen Höchststand
Die globalen CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen haben im Jahr 2025 einen neuen Rekordwert erreicht. Mit 38,1 Milliarden Tonnen CO2 ist der Ausstoß 1,1 Prozent höher als im Vorjahr. Der CO2-Gehalt der Atmosphäre liegt inzwischen um 52 Prozent über den präindustriellen Werten. Obwohl sich der Anstieg der Emissionen leicht verlangsamt hat, vor allem durch China und Indien, ist das CO2-Budget für die Klimaziele von Paris fast aufgebraucht.
Anstieg der Emissionen durch fossile Brennstoffe
Die CO2-Emissionen durch Kohle steigen um 0,8 Prozent, durch Erdöl um ein Prozent und durch Erdgas um 1,3 Prozent. In Europa geht die Kohleverbrennung zwar zurück, aber der CO2-Ausstoß aus Öl und Gas steigt. Die größten Puffer im Klimasystem – Ozean und Landvegetation – können die steigenden CO2-Werte nicht mehr ausgleichen.
Fortschritte und Rückschritte in verschiedenen Ländern
China und Indien, zwei der größten Emittenten, haben ihre fossilen Emissionen im Jahr 2025 langsamer steigen lassen als in den vergangenen Jahren. China wird 2025 nur 0,4 Prozent mehr CO2 ausstoßen als 2024, möglicherweise sogar weniger. In Indien steigt der fossile CO2-Ausstoß zwar immer noch um 1,4 Prozent, aber auch dies ist deutlich weniger als in den Vorjahren.
Deutschland und Europa
Europa gehört zwar auch zu den Regionen, in denen der CO2-Ausstoß langsamer steigt als bisher. Aber eine Trendwende gibt es auch in der EU nicht. 2024 nahmen die fossilen Emissionen zwar um 2,6 Prozent ab, für 2025 sagen die Forschenden aber einen Anstieg um 0,4 Prozent voraus. Für Deutschland zeigt der Global Carbon Report: 2024 lagen die CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen bei 0,6 Milliarden Tonnen. Wir liegen damit auf Rang elf der größten Emittenten mit einem Anteil von 1,5 Prozent an den globalen fossilen Emissionen.