Globale CO2-Emissionen auf Rekordniveau: Klimaziele rücken in weite Ferne
Die globalen CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen haben im Jahr 2025 einen neuen Rekordwert erreicht. Mit 38,1 Milliarden Tonnen CO2 ist der Ausstoß 1,1 Prozent höher als im Vorjahr. Der CO2-Gehalt der Atmosphäre liegt inzwischen um 52 Prozent über den präindustriellen Werten. Obwohl sich der Anstieg der Emissionen leicht verlangsamt hat, vor allem durch China und Indien, ist das CO2-Budget für die Klimaziele von Paris fast aufgebraucht. Die Weltklimakonferenz COP30 in Brasilien hat erneut gezeigt, wie dringend Handlungsbedarf besteht, um die Klimaschutzziele des Pariser Abkommens zu erreichen.
Anstieg der Emissionen durch fossile Brennstoffe
Die CO2-Emissionen durch Kohle steigen um 0,8 Prozent, durch Erdöl um ein Prozent und durch Erdgas um 1,3 Prozent. In Europa geht die Kohleverbrennung zwar zurück, aber der CO2-Ausstoß aus Öl und Gas steigt. Die größten Puffer im Klimasystem – Ozean und Landvegetation – können die steigenden CO2-Werte nicht mehr ausgleichen. Seit 2016 stagniert die Aufnahme von CO2 durch die Meere, und die Landvegetation leidet zunehmend unter Hitze und Dürren. Die Tropenwälder, die einst als CO2-Senken dienten, geben inzwischen mehr CO2 ab als sie aufnehmen.
Fortschritte und Rückschritte in verschiedenen Ländern
China und Indien, zwei der größten Emittenten, haben ihre fossilen Emissionen im Jahr 2025 langsamer steigen lassen als in den vergangenen Jahren. China wird 2025 nur 0,4 Prozent mehr CO2 ausstoßen als 2024, möglicherweise sogar weniger. Dies geht auf einen außergewöhnlich starken Zuwachs bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zurück und einen nur geringen Anstieg des Energieverbrauchs. In Indien steigt der fossile CO2-Ausstoß zwar immer noch um 1,4 Prozent, aber auch dies ist deutlich weniger als in den Vorjahren.
Deutschland und Europa
Europa gehört zwar auch zu den Regionen, in denen der CO2-Ausstoß langsamer steigt als bisher. Aber eine Trendwende gibt es auch in der EU nicht. 2024 nahmen die fossilen Emissionen zwar um 2,6 Prozent ab, für 2025 sagen die Forschenden aber einen Anstieg um 0,4 Prozent voraus. Für Deutschland zeigt der Global Carbon Report: 2024 lagen die CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen bei 0,6 Milliarden Tonnen. Wir liegen damit auf Rang elf der größten Emittenten mit einem Anteil von 1,5 Prozent an den globalen fossilen Emissionen. Pro Kopf hat jeder Mensch in Deutschland im letzten Jahr 6,8 Tonnen CO2 verursacht.
Klimaziele in Gefahr
Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass es zwar Fortschritte gibt, aber bei weitem nicht genug. Das verbleibende Kohlenstoff-Budget für das 1,5-Grad-Ziel liegt bei 170 Milliarden Tonnen CO2 und wird noch vor 2030 verbraucht sein. Das Budget für das Zwei-Grad-Ziel wäre bei gleichbleibenden Emissionswerten in maximal 25 Jahren verbraucht. Die sich abzeichnenden Auswirkungen des Klimawandels auf die Kohlenstoffsenken sind besorgniserregend und unterstreichen umso mehr die Dringlichkeit sofortigen Handelns.
Dringender Handlungsbedarf
Die Forschenden betonen, dass die bisherigen Klimaschutz-Anstrengungen bei Weitem nicht ausreichend sind, um langfristig die globalen Emissionen Richtung Netto-Null zu bringen. Die sich abzeichnenden Auswirkungen des Klimawandels auf die Kohlenstoffsenken sind besorgniserregend und unterstreichen umso mehr die Dringlichkeit sofortigen Handelns. Die Weltgemeinschaft muss dringend Maßnahmen ergreifen, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und die Klimaziele noch erreichen zu können.