Guano: Der Schatz der Chincha und sein Einfluss auf ein altes Reich
Die Chincha und ihre Entdeckung
Vor etwa 800 Jahren lebten die Chincha im Süden Perus. Sie entdeckten, dass Vogelkot, genannt Guano, ein sehr guter Dünger ist. Guano enthält viele Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphat und Kalium. Die Chincha sammelten Guano von den nahegelegenen Inseln im Pazifik und nutzten ihn für ihre Felder.
Guano und der Maisanbau
Die Felder der Chincha lagen im trockenen Chincha-Tal. Ohne Dünger wuchs dort kaum etwas. Mit Guano aber gedieh der Mais prächtig. Wissenschaftler fanden heraus, dass der Mais aus dieser Zeit viel Guano-Dünger bekommen hatte. Die hohen Stickstoffwerte in den Maiskolben beweisen das. Durch den Guano hatten die Chincha mehr Essen und konnten Handel treiben.
Macht durch Guano
Guano war nicht nur ein Dünger, sondern auch eine Quelle der Macht. Die Chincha kontrollierten die Wege, um Guano zu besorgen, und kannten die besten Methoden, ihn zu nutzen. Als die Inka das Reich der Chincha im 15. Jahrhundert übernahmen, behielten die Chincha eine wichtige Position. Ihr Wissen über Guano machte sie besonders.
Guano in der Geschichte
Guano spielte auch später eine große Rolle. Im 19. Jahrhundert waren die Chincha-Inseln weltbekannt für ihre Guano-Vorräte. Die Kontrolle über diese Vorräte führte sogar zu einem Krieg zwischen Peru und Spanien. Heute wissen wir, wie wichtig Guano für die Geschichte Perus war.