Ice Memory: Ein Archiv für das Klima der Vergangenheit
Das Gedächtnis der Gletscher
Gletscher sind wie ein Archiv der Erde. In ihrem Eis sind Staub, Gasbläschen und andere Spuren aus der Vergangenheit eingeschlossen. Diese zeigen, wie das Klima und die Umweltbedingungen vor vielen Jahren waren. Doch durch die Erderwärmung schmelzen die Gletscher. Wichtige Informationen könnten für immer verloren gehen.
Das Projekt Ice Memory
Um das zu verhindern, haben Wissenschaftler das Projekt „Ice Memory“ ins Leben gerufen. Seit 2015 bohren sie Eisproben aus Gletschern in verschiedenen Gebirgen der Welt. Diese Eisbohrkerne sollen in der Antarktis sicher aufbewahrt werden. Dort herrschen extrem kalte Temperaturen, die das Eis auch ohne künstliche Kühlung erhalten.
Die Reise der Eisbohrkerne
Die ersten beiden Eisbohrkerne aus den Alpen sind nun in der Antarktis angekommen. Sie stammen vom Mont Blanc und vom Grand Combin. Die Reise dorthin war lang: Zuerst wurden die Proben auf einem Schiff transportiert, dann mit einem Flugzeug zur Concordia-Station gebracht. Diese Station liegt auf einem Hochplateau in der Ostantarktis. Dort wurde eine Eishöhle als Lager gegraben.
Ein Erbe für die Zukunft
Das Lager in der Antarktis ist ein Refugium für die Eisbohrkerne. Es soll sicherstellen, dass zukünftige Generationen von Forschern die Proben nutzen können. Die Wissenschaftler hoffen, dass neue Technologien in der Zukunft noch mehr Erkenntnisse aus dem Eis gewinnen können. In den nächsten Jahren sollen weitere Eisbohrkerne aus Gebirgen wie den Anden oder dem Kaukasus folgen.