Iran: Massenproteste gegen die Regierung eskalieren
Hintergrund der Proteste
Seit zwei Wochen gibt es im Iran massive Proteste. Die Menschen sind unzufrieden mit der wirtschaftlichen Lage und den hohen Lebenshaltungskosten. Viele fordern auch mehr politische Freiheit und ein Ende der Unterdrückung durch die Regierung. Die Proteste richten sich direkt gegen die politische und religiöse Führung in Teheran.
Reaktion der Regierung
Die iranische Regierung reagiert mit harter Gewalt auf die Demonstrationen. Sicherheitskräfte schießen auf Protestierende, viele werden verletzt oder getötet. Laut Berichten von Menschenrechtsorganisationen sind bereits über 50 Menschen gestorben. Die Regierung hat zudem das Internet landesweit abgeschaltet, um die Kommunikation der Protestierenden zu unterbinden.
Internationale Reaktionen
Mehrere Länder haben auf die Gewalt reagiert. Die USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien verurteilen das Vorgehen der iranischen Regierung. US-Präsident Donald Trump warnte die iranische Führung sogar mit militärischen Konsequenzen. Die deutsche Bundesregierung forderte gemeinsam mit ihren Partnern, dass die iranischen Behörden friedliche Versammlungen zulassen sollen.
Rolle der Opposition
Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, ruft die Iraner dazu auf, die Städte dauerhaft zu besetzen. Pahlavi lebt im Exil und ist Teil der iranischen Opposition. Allerdings ist er innerhalb der Opposition nicht unumstritten. Die iranische Führung wirft den USA und Israel vor, die Proteste zu steuern.
Aktuelle Lage
Trotz der Gewalt gehen die Proteste weiter. In sozialen Medien kursieren Videos von Demonstrationen in mehreren Städten. Die Menschen rufen Parolen wie "Tod Chamenei!" – eine direkte Provokation gegen das geistliche Oberhaupt des Irans. Die Regierung behauptet jedoch, in den meisten Städten herrsche Ruhe.