Iran und USA einigen sich auf Leitprinzipien – Fortschritte bei Atomgesprächen
Gespräche in Genf
In Genf haben Vertreter des Irans und der USA über das Atomprogramm des Irans gesprochen. Die Gespräche dauerten drei Stunden und fanden unter Vermittlung Omans statt. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sagte, dass beide Seiten sich auf wichtige "Leitprinzipien" geeinigt haben. Diese Prinzipien sollen die Grundlage für ein mögliches Abkommen bilden.
Kein schneller Durchbruch
Trotz der Fortschritte dämpfte Araghtschi die Hoffnungen auf einen schnellen Durchbruch. Die Gespräche seien konstruktiver gewesen als in der ersten Runde in Oman. Dennoch werde es Zeit brauchen, die Unterschiede zwischen beiden Seiten zu überbrücken. Ein Termin für die nächste Verhandlungsrunde steht noch nicht fest.
Militärische Spannungen
Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund militärischer Drohungen statt. Die USA wollen verhindern, dass der Iran Atomwaffen entwickelt. Der Iran fordert im Gegenzug die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen. Parallel zu den Verhandlungen führte der Iran Raketenübungen durch und sperrte kurzzeitig die Straße von Hormus, eine wichtige Route für den Ölhandel.
Reaktionen und nächste Schritte
Omans Außenminister bezeichnete die Atmosphäre der Gespräche als konstruktiv. Die USA äußerten sich bisher nicht offiziell. Die USA waren durch Sondergesandte vertreten, darunter Jared Kushner. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mit Konsequenzen gedroht, falls keine Einigung erzielt wird. Die nächste Verhandlungsrunde soll weitere Fortschritte bringen.