Jahrtausendealte Verbindungen: Indische Inschriften in ägyptischen Gräbern
Eine überraschende Entdeckung
Forscher haben in ägyptischen Königsgräbern Inschriften entdeckt, die von indischen Reisenden stammen. Diese Inschriften sind etwa 1800 Jahre alt. Besonders auffällig ist der Name Cikai Korran, der acht Mal in fünf verschiedenen Gräbern auftaucht. Die Entdeckung zeigt, dass Menschen aus Indien schon damals bis ins ägyptische Kernland reisten.
Die Praxis des Namensritzens
Im Tal der Könige war es üblich, dass Besucher ihre Namen in die Wände der Gräber schrieben. Die meisten dieser Inschriften sind auf Griechisch verfasst. Die indischen Besucher nutzten jedoch ihre eigenen Schriften und Sprachen. Insgesamt fanden die Forscher fast 30 Inschriften in vier verschiedenen Sprachen und drei Schriften.
Wer waren die Urheber der Inschriften?
Die Inschriften stammen von Menschen aus verschiedenen Regionen Indiens. Einige bezeichneten sich als Adelige oder Gesandte. Die Erwähnung der Kṣāharāta-Dynastie hilft, die Inschriften auf das erste bis dritte Jahrhundert nach Christus zu datieren. Cikai Korran könnte einen militärischen Hintergrund gehabt haben, da sein Name auf „Sieg“ hindeutet.
Historische Handelsrouten
Kontakte zwischen Indien und Ägypten gab es schon seit Jahrtausenden. Ein antiker Reiseführer namens „Periplus Maris Erythraei“ beschreibt die Handelsrouten zwischen dem Roten Meer und Indien. Archäologische Funde im Hafen Berenike zeigen, dass indische Händler dort Station machten. Die neuen Inschriften belegen, dass sie sogar bis ins ägyptische Kernland reisten.