Klimaziele in Gefahr: Ein Jahr Regierung Merz
Die Pläne der Regierung
Seit einem Jahr ist Friedrich Merz Kanzler von Deutschland. Seine Regierung aus CDU/CSU und SPD hat sich vorgenommen, Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen. Das bedeutet, dass das Land kein schädliches CO₂ mehr ausstoßen soll. Dafür will die Regierung mehr Windräder und Solaranlagen bauen. Aber viele Experten sind unzufrieden. Sie sagen, die Pläne reichen nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen.
Probleme mit den Heizungen
Ein großes Thema ist das Heizen in Häusern. Die Regierung will das Gebäudeenergiegesetz abschaffen. Stattdessen soll ein neues Gesetz kommen, das auch in Zukunft neue Gasheizungen erlaubt. Viele Kritiker finden das schlecht. Sie sagen, dass Gasheizungen das Klima belasten. Die Regierung argumentiert, dass sie Technologien offenhalten will. Aber Experten wie Patrick Plötz vom Fraunhofer-Institut fürchten, dass die Umstellung auf klimafreundliche Heizungen dadurch langsamer wird.
Solarenergie auf Dächern
Auch bei der Solarenergie gibt es Probleme. Die Regierung plant, die Förderung für kleine Solaranlagen auf Dächern zu ändern. Bisher gab es Geld für den Strom, der ins Netz eingespeist wird. Wenn diese Förderung wegfällt, lohnt sich der Bau von Solaranlagen für viele Hausbesitzer nicht mehr. Projektentwickler Levin Streit sagt: "Dann bauen wir nur noch kleine Anlagen für den Eigenbedarf." Das könnte den Ausbau der Solarenergie bremsen.