Klimawandel bedroht das traditionelle Hirtentum weltweit
Das Leben der Hirten
Hirten leben auf Grasländern, die mehr als ein Drittel der Erde bedecken. Sie ziehen mit ihren Tieren wie Ziegen, Schafen und Kamelen durch Steppen, Savannen und Pampa. Diese Lebensweise gibt es seit Tausenden von Jahren. Hirten produzieren Nahrung wie Milch, Fleisch und Wolle dort, wo normale Landwirtschaft nicht möglich ist. Sie sind Experten darin, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
Klimawandel verändert die Grasländer
Durch den Klimawandel wird es auf der Erde immer heißer und trockener. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung warnen, dass viele Grasflächen bald nicht mehr nutzbar sein könnten. Besonders betroffen sind Afrika, Südamerika und Europa. In Afrika könnten bis zu 65 Prozent der Weideflächen verloren gehen. In Europa könnten bis zu 95 Prozent der Flächen verschwinden. Das bedroht die Lebensgrundlage von über 500 Millionen Menschen.
Folgen für Menschen und Natur
Die Folgen wären fatal. Viele Hirten könnten ihre Tiere nicht mehr ernähren. Das betrifft besonders arme Länder, in denen die Weidewirtschaft sehr wichtig ist. Aber auch die Natur leidet. Grasländer sind Heimat für viele Tiere und Pflanzen. Wenn die Grasländer verschwinden, verlieren diese Arten ihren Lebensraum.
Was kann man tun?
Experten sagen, dass der Schutz der Grasländer wichtig ist. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum "Internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums" erklärt. Sie wollen zeigen, wie wichtig diese Lebensweise ist. Grasländer speichern auch viel Kohlenstoff und helfen so im Kampf gegen den Klimawandel. Hirten sind also nicht nur Nahrungsproduzenten, sondern auch Klimaschützer.