Künstliche Intelligenz als Partner in der mathematischen Forschung
Die Rolle der KI in der Mathematik
Yang-Hui He ist ein Mathematiker, der die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz (KI) in der mathematischen Forschung erkundet. Er hat gezeigt, dass KI komplexe Muster in mathematischen Daten erkennen kann. Das ist besonders nützlich in Bereichen wie der Stringtheorie, wo komplizierte geometrische Formen analysiert werden müssen. KI kann diese Aufgaben schneller und effizienter erledigen als Menschen.
Von der Stringtheorie zur KI
Ursprünglich forschte Yang-Hui He an der Stringtheorie, einem Gebiet, das Mathematik und Physik verbindet. Als das Interesse an maschinellem Lernen wuchs, begann er, KI auf mathematische Probleme anzuwenden. Er nutzte neuronale Netze, um Eigenschaften von Calabi-Yau-Mannigfaltigkeiten zu untersuchen. Diese Formen sind wichtig für die Stringtheorie, aber ihre Analyse ist extrem komplex. Zu seiner Überraschung konnte die KI diese Eigenschaften erfolgreich vorhersagen.
KI fördert die Zusammenarbeit
Ein weiterer Vorteil der KI ist, dass sie die Kommunikation zwischen Mathematikern verschiedener Fachgebiete erleichtert. Oft sprechen Experten aus unterschiedlichen Bereichen nicht dieselbe „Sprache“. KI schafft eine gemeinsame Basis, indem sie Daten und Muster analysiert. Yang-Hui He hat mit Kollegen aus verschiedenen mathematischen Disziplinen zusammengearbeitet und dabei sogar neue Vermutungen, wie die „Murmuration Conjecture“, formuliert.
Die Zukunft: KI als Problemlöser
Yang-Hui He ist überzeugt, dass KI bald in der Lage sein wird, wichtige mathematische Probleme zu lösen. Projekte wie „Frontier Math“ testen die Fähigkeiten von KI, indem sie ihr unbekannte Aufgaben stellen. Die KI konnte bereits zehn Prozent dieser Aufgaben lösen. Das zeigt, dass KI nicht nur Muster erkennen, sondern auch aktiv zur mathematischen Forschung beitragen kann.