Modschtaba Chamenei: Ein neuer, umstrittener Führer im Iran
Die Wahl des neuen Obersten Führers
Am 8. März wurde Modschtaba Chamenei zum neuen Obersten Führer des Iran gewählt. Er folgt seinem Vater Ali Chamenei nach, der bei einem Angriff am 28. Februar getötet wurde. Die Wahl erfolgte durch die 88-köpfige Expertenversammlung. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit großer Spannungen, da der Iran sich im Krieg mit den USA und Israel befindet.
Einfluss und Verbindungen
Modschtaba Chamenei gilt als rätselhafte, aber einflussreiche Figur. Obwohl er nie ein öffentliches Amt bekleidete, hat er enge Verbindungen zu den Revolutionsgarden (IRGC). Diese militärische Eliteeinheit hat großen Einfluss im Iran. Experten zufolge genießt Modschtaba besonders bei der jüngeren, radikalen Generation der IRGC starke Unterstützung. Seine Wahl wird als Fortsetzung der harten Linie seines Vaters gesehen.
Internationale Reaktionen
Die Wahl von Modschtaba Chamenei hat international für Aufsehen gesorgt. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Ernennung als "inakzeptabel" und warnte, dass sich jeder neue iranische Führer, der nicht mit Washington abgestimmt sei, "nicht lange halten" werde. Israel äußerte sich noch schärfer: Der Verteidigungsminister erklärte, jeder Nachfolger von Ali Chamenei sei ein "Ziel zur Eliminierung".
Kontroverse um seine Person
Modschtaba Chamenei stand bereits in der Vergangenheit in der Kritik. Besonders während der Präsidentschaftswahlen 2005 und 2009 wurde ihm vorgeworfen, in die Wahl eingegriffen zu haben. 2005 soll er den Aufstieg von Mahmoud Ahmadinedschad unterstützt haben. 2009 wurde er beschuldigt, an der Niederschlagung der "Grünen Bewegung" beteiligt gewesen zu sein, die gegen Wahlfälschungen protestierte.