NASA setzt auf Mondbasis und atomgetriebene Marsmission: Neue Strategien für die Raumfahrt
NASA ändert ihre Pläne für Mond und Mars
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat ihre Strategie für die Erforschung von Mond und Mars überarbeitet. Statt wie ursprünglich geplant eine Raumstation in der Mondumlaufbahn zu bauen, konzentriert sich die NASA nun auf den Aufbau einer Mondbasis. Zudem soll die Frequenz unbemannter Mondmissionen auf einmal pro Monat erhöht werden. Ein weiteres ehrgeiziges Ziel ist der Start der ersten atomgetriebenen Raumsonde zum Mars im Jahr 2028.
Wettlauf mit China und neue Führung
Die NASA steht unter großem Druck, da China ebenfalls eine bemannte Mondlandung und den Aufbau einer Mondbasis plant. Um im Wettlauf um die Vorherrschaft im All nicht zurückzufallen, hat die NASA unter der Leitung von Jared Isaacman ihre Pläne beschleunigt. Isaacman betont: „Die Uhr tickt, und Erfolg oder Niederlage werden in Monaten, nicht Jahren gemessen.“ Die NASA investiert in den nächsten sieben Jahren 20 Milliarden US-Dollar in diese Projekte.
Der dreistufige Plan für die Mondbasis
Die NASA plant den Aufbau der Mondbasis in drei Phasen. In der ersten Phase sollen unbemannte Sonden Technik, Rover und Prototypen zum Mond bringen. In der zweiten Phase folgen bemannte Missionen, bei denen Astronauten Vorbereitungen für die Mondbasis treffen. In der dritten Phase beginnt der eigentliche Bau der Mondstation. Dafür werden Landefähren mit großer Nutzlast benötigt, die schwere Bauteile transportieren können. Internationale Partner wie Japan, Italien und Kanada sollen dabei eine wichtige Rolle spielen.
Atomgetriebene Raumsonde zum Mars
Ein weiteres Highlight der neuen NASA-Pläne ist die Mission „Space Reactor-1 Freedom“ (SR-1). Diese atomgetriebene Raumsonde soll 2028 zum Mars fliegen und mehrere Mars-Helikopter an Bord haben. Der Einsatz von Atomreaktoren in Raumsonden ist jedoch umstritten, da ein Fehlschlag zu radioaktiver Kontamination führen könnte. Dennoch sieht die NASA im nuklearen Antrieb eine Chance für Hochenergie-Missionen im tiefen All.