Neue Erkenntnisse über die Keramikproduktion in der Eisenzeit
Eine bedeutende Entdeckung
Archäologen haben im heutigen Irak eine Töpferwerkstatt aus der Eisenzeit entdeckt. Die Werkstatt befindet sich im Dinka-Siedlungskomplex, einer 60 Hektar großen Siedlung im Zagros-Gebirge. Die Forscher fanden zwei gut erhaltene Brennöfen, die vor etwa 3000 Jahren genutzt wurden. Diese Entdeckung gibt neue Einblicke in die Herstellung von Keramik in der Eisenzeit.
Die Technik der Töpfer
Die Töpfer in der Werkstatt nutzten eine einfache, aber effiziente Methode, um Keramik herzustellen. Sie brannten den Ton bei Temperaturen unter 900 Grad Celsius. Die Öfen waren unterirdisch und wurden mit Holz befeuert. Die Töpfer stellten verschiedene Keramikgefäße her, darunter Teller, Schüsseln und Krüge. Die Werkstatt war in verschiedene Bereiche unterteilt, um die Arbeitsschritte besser zu organisieren.
Organisierte Produktion
Die Analysen der Archäologen zeigen, dass die Töpfer in der Werkstatt gut organisiert waren. Sie arbeiteten in Teams und hatten eine klare Arbeitsteilung. Die Werkstatt könnte Teil eines größeren Netzwerks von Werkstätten gewesen sein, die zusammenarbeiteten. Dies deutet auf eine komplexe sozio-ökonomische Struktur hin, die man in dieser Region zu dieser Zeit nicht erwartet hätte.
Bedeutung für die Archäologie
Die Entdeckung der Töpferwerkstatt ist von großer Bedeutung für die Archäologie. Sie zeigt, wie technologisch fortschrittlich die Menschen in der Eisenzeit waren. Die Werkstatt gibt Einblicke in das alltägliche Leben und die Organisation der Arbeit in frühen urbanen Gesellschaften. Weitere Grabungen in der Region könnten noch mehr über das Leben im Zagros-Gebirge vor 3000 Jahren verraten.