Neue Erkenntnisse über Sahelanthropus: Der erste aufrecht gehende Vormensch
Wer war Sahelanthropus?
Sahelanthropus tchadensis ist ein Wesen, das vor etwa sieben Millionen Jahren in Afrika lebte. Seine Knochen wurden in der Djurab-Wüste im Tschad gefunden. Lange Zeit war unklar, ob Sahelanthropus ein Menschenaffe oder schon ein Vormensch war. Neue Untersuchungen zeigen nun, dass er wahrscheinlich zu den ersten Vormenschen gehörte.
Der aufrechte Gang
Ein entscheidendes Merkmal, das Sahelanthropus von den Menschenaffen unterscheidet, ist der aufrechte Gang. Wissenschaftler haben Beinknochen von Sahelanthropus analysiert und festgestellt, dass sie Merkmale aufweisen, die typisch für den aufrechten Gang sind. Zum Beispiel ist der Oberschenkelknochen leicht verdreht, was den Füßen hilft, nach vorne zu zeigen. Das ist wichtig für das Gehen auf zwei Beinen.
Wichtige Entdeckungen
Die Forscher fanden drei entscheidende Anpassungen an den Knochen von Sahelanthropus. Erstens: eine leichte Verdrehung des Oberschenkelknochens. Zweitens: starke Ansatzstellen für Gesäßmuskeln. Drittens: ein besonderer Höcker am Oberschenkelknochen, der als Ansatzstelle für eine starke Sehne dient. Diese Sehne stabilisiert die Hüfte beim aufrechten Gehen.
Bedeutung für die Menschheitsgeschichte
Diese Entdeckungen sind sehr wichtig, weil sie zeigen, dass der aufrechte Gang viel früher entstand als bisher angenommen. Sahelanthropus lebte etwa 2,5 Millionen Jahre früher als der bisher älteste bekannte Vormensch, Ardipithecus. Das bedeutet, dass die Entwicklung zum Menschen schon sehr früh begann und komplexer ist, als Wissenschaftler bisher dachten.