Neue Studie zeigt: Der Rhein transportiert extrem viel Müll
Die Müllfalle im Rhein
Forscher der Universität Bonn haben eine schwimmende Müllfalle im Rhein eingesetzt, um den treibenden Müll zu sammeln. Über 16 Monate hinweg sammelten sie mehr als 20.000 Müllstücke. Hochgerechnet bedeutet das, dass der Rhein täglich etwa 53.000 Müllteile transportiert. Das entspricht rund zehn Tonnen Abfall pro Tag.
Woher kommt der Müll?
Die meisten Abfälle stammen von Privatpersonen. Besonders häufig sind Plastikverpackungen, Flaschen und Zigarettenstummel. Industrieabfälle machen nur einen kleinen Teil des Mülls aus. Die Forscher fanden heraus, dass Einwegprodukte etwa 40 Prozent des gesammelten Mülls ausmachen.
Auswirkungen auf die Umwelt
Der Müll im Rhein ist ein großes Problem für die Umwelt. Tiere können den Müll fressen oder sich darin verfangen. Außerdem zerfällt der Plastikmüll mit der Zeit zu Mikroplastik, das sich im Wasser und am Meeresboden ansammelt. Die langfristigen Folgen dieser Verschmutzung sind noch nicht vollständig bekannt.
Lösungsansätze
Die Forscher schlagen vor, das Pfandsystem auf mehr Produkte auszuweiten. Mehrwegprodukte könnten helfen, die Müllmenge zu verringern. Jeder Einzelne kann durch richtige Müllentsorgung und Vermeidung von Einwegprodukten einen Beitrag leisten.