Neuseelands urzeitliche Vogelwelt: Eine Höhle offenbart verlorene Arten
Ein einzigartiger Fund
In einer Höhle auf der Nordinsel Neuseelands haben Paläontologen Fossilien entdeckt, die aus einer bisher kaum erforschten Ära stammen. Die Knochen sind etwa eine Million Jahre alt und gehören zu Vogelarten, die heute nicht mehr existieren. Besonders spannend ist, dass einige dieser Vögel mit heutigen Arten wie dem Kakapo und der Takahē-Ralle verwandt sind.
Warum fehlte dieses Kapitel?
Bisher gab es kaum Fossilien aus der Zeit vor 15 Millionen bis einer Million Jahren in Neuseeland. Diese Lücke im Fossilbestand machte es schwer, die Entwicklung der neuseeländischen Tierwelt vollständig zu verstehen. Die neuen Funde in der Moa Eggshell Cave schließen nun einen Teil dieser Lücke.
Verwandte heutiger Vogelarten
Unter den Fossilien fanden die Forscher einen frühen Verwandten des Kakapo, eines flugunfähigen Papageis, der nur in Neuseeland vorkommt. Auch ein Vorfahre der Takahē-Ralle wurde entdeckt. Diese Funde zeigen, wie sich diese Vogelarten über Millionen Jahre entwickelt haben.
Das Ende einer Ära
Vor etwa einer Million Jahren brach ein Supervulkan aus und bedeckte die Nordinsel mit einer dicken Ascheschicht. Viele der urzeitlichen Vögel starben aus. Zusätzlich veränderte sich das Klima, was das Überleben für viele Arten noch schwerer machte. So endete eine einzigartige Ära der neuseeländischen Vogelwelt.