Olympia 2026: Nachhaltigkeit und Herausforderungen der verteilten Spiele in Norditalien
Die Idee der verteilten Spiele
Die Olympischen Winterspiele 2026 in Norditalien sollten nachhaltiger sein. Die Veranstalter wollten möglichst wenig neue Sportstätten bauen und vorhandene nutzen. Doch die Wettkämpfe sind auf viele Orte verteilt. Von Mailand nach Antholz sind es über vier Stunden Autofahrt. Auch die Eröffnungsfeier fand an mehreren Orten statt. Viele Menschen hatten vor den Spielen Bedenken, ob die olympische Stimmung trotzdem aufkommt.
Unterschiedliche Erfahrungen an den Wettkampforten
Die Stimmung war nicht überall gleich. In Cortina, wo viele Sportarten wie Alpinski, Curling und Bobfahren stattfanden, war die Atmosphäre besonders gut. Die Sportler lebten im Olympischen Dorf und hatten viel Kontakt zueinander. In Bormio war das anders. Dort gab es kein Olympisches Dorf, und die Sportler hatten wenig Gelegenheit, andere Athleten zu treffen. Skirennläufer Linus Straßer kritisierte, dass die Stimmung dort sehr steril war.
Umweltprobleme und Kritik
Umweltschützer kritisieren, dass die Spiele nicht so nachhaltig sind wie versprochen. Besonders umstritten ist die neue Bobbahn in Cortina. Für den Bau wurden Hunderte Bäume in einem einzigartigen Bergwald gefällt. Auch die vielen Autofahrten zwischen den Wettkampforten sind ein Problem. Es gab zwar Shuttle-Busse, aber die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln war oft schwierig und zeitaufwendig.
Investitionen in die Infrastruktur
Italien hat für die Spiele viel in die Infrastruktur investiert. Neue Bahnverbindungen und Straßen sollten die Anreise erleichtern. Manfred Pinzger, Präsident des Tourismusverbands Confiturismo, sieht das positiv. Er sagt, dass die Investitionen auch langfristig gut für den Tourismus sind. Allerdings sind die Übernachtungskosten in den Olympia-Orten gestiegen. Viele Hoteliers hatten auf zahlungskräftige Fans gehofft, doch die Preise sind während der Spiele wieder gesunken.