Reform des Führerscheins: Weniger Kosten und mehr Flexibilität
Die hohen Kosten des Führerscheins
In Deutschland ist der Führerschein sehr teuer. Im Durchschnitt kostet er etwa 3.400 Euro. In einigen Regionen kann er sogar bis zu 4.500 Euro kosten. Viele junge Leute können sich das nicht leisten. Die Bundesregierung möchte das ändern und hat neue Vorschläge gemacht.
Änderungen im Theorieunterricht und bei den Prüfungen
Verkehrsminister Patrick Schnieder will den Führerschein günstiger und digitaler machen. Fahrschulen sollen ihre Preise online veröffentlichen, damit die Leute vergleichen können. Der Fragenkatalog für die Theorieprüfung soll von 1.169 auf etwa 840 Fragen reduziert werden. Auch die Anzahl der Pflichtfahrstunden soll sinken. Statt zwölf Sonderfahrten sollen nur noch drei nötig sein: eine auf der Autobahn, eine auf Landstraßen und eine bei Dunkelheit.
Laienausbildung: Eltern und Freunde als Fahrlehrer?
Eine große Neuerung ist die sogenannte Laienausbildung. Nach bestandener Theorieprüfung und mindestens sechs Fahrstunden sollen Eltern oder Freunde beim Fahren üben helfen dürfen. Die Begleitpersonen müssen mindestens sieben Jahre einen Führerschein besitzen. Diese Regelung soll zunächst fünf Jahre lang getestet werden. In Österreich gibt es das schon.
Auswirkungen auf Fahrschulen und Fahrschüler
Viele Fahrschulen haben bereits weniger Anmeldungen, weil die Leute auf die Reform warten. Besonders in Großstädten melden 90 Prozent der Fahrschulen einen Rückgang um 58 Prozent. Die Regierung hofft, dass die Reform die Kosten senkt und mehr Menschen den Führerschein machen können.