Rückholaktion für gestrandete deutsche Touristen im Nahen Osten
Hintergrund der Rückholaktion
Zehntausende deutsche Touristen sitzen im Nahen Osten fest, nachdem viele Flugverbindungen abgesagt wurden. Die Bundesregierung hat eine Rückholaktion gestartet, um die gestrandeten Reisenden nach Deutschland zurückzubringen. Besonders betroffen sind Urlauber in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und anderen Ländern der Region.
Der erste Rückholflug
Der erste Rückholflug soll morgen von Maskat, der Hauptstadt des Oman, starten. Lufthansa wird im Auftrag der Bundesregierung einen Airbus A340-300 mit 279 Sitzplätzen einsetzen. Der Flug soll in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Frankfurt landen. Außenminister Johann Wadephul betonte, dass vor allem alte, kranke und schwache Menschen sowie schwangere Frauen und Kinder zuerst ausgeflogen werden sollen.
Herausforderungen auf dem Landweg
Die Touristen müssen zunächst aus den VAE in den Oman reisen. Dies ist nur über den Landweg möglich, da viele Flugverbindungen innerhalb der Region ausgesetzt sind. Das Auswärtige Amt hat sein Personal verstärkt, um die Organisation zu unterstützen. Dennoch hängt es davon ab, ob die Reisenden ein Fahrzeug besorgen und den Landweg bewältigen können. Hier ist die Zusammenarbeit mit Reiseverkehrsunternehmen entscheidend.
Kommerzielle Flüge und weitere Pläne
Trotz der schwierigen Lage ist heute ein erster Emirates-Flug aus Dubai in Frankfurt gelandet. Ein weiterer Sonderflug ist auf dem Weg nach München. Die VAE haben mitgeteilt, dass wieder eine kleine Anzahl an Flügen möglich ist. Die Bundesregierung plant in den kommenden Tagen weitere Rückholflüge, um möglichst viele deutsche Touristen zurückzubringen. Insgesamt sind nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter betroffen.