Russland verschärft Internetzensur: WhatsApp und andere Messenger blockiert
WhatsApp in Russland eingeschränkt
Seit dem Krieg gegen die Ukraine verschärft Russland die Kontrolle über das Internet. Jetzt sind auch Messenger wie WhatsApp und Telegram von Blockaden betroffen. WhatsApp, das zum Meta-Konzern gehört, kritisiert die Maßnahmen scharf. Eine Sprecherin sagte, dass über 100 Millionen Nutzer von sicherer Kommunikation ausgeschlossen werden. Das führe zu weniger Sicherheit für die Menschen in Russland.
Warum blockiert die Regierung Messenger?
Die russische Regierung wirft Meta vor, sich nicht an die Gesetze zu halten. Kremlsprecher Dmitri Peskow verteidigte die Blockade. Er sagte, die Maßnahmen seien notwendig, weil Meta die Vorschriften nicht befolge. Die Regierung will, dass die Menschen stattdessen den staatlichen Messenger Max nutzen. Max ist nicht nur ein Chatdienst, sondern auch eine Plattform für Zahlungen und staatliche Dienstleistungen.
VPNs als Lösung – aber mit Risiko
Viele Russen nutzen VPN-Programme, um die Blockaden zu umgehen. VPNs ermöglichen den Zugang zu gesperrten Diensten. Doch die Regierung geht auch gegen VPNs vor. Seit September 2025 ist es verboten, für VPNs zu werben. Wer gegen dieses Gesetz verstößt, muss mit Strafen rechnen.
Weitere betroffene Dienste
Nicht nur WhatsApp ist betroffen. Auch Telegram und der Apple-Dienst iMessage sind eingeschränkt. Telegram war bereits im Januar 2026 weitgehend blockiert worden. Seit 2022 gelten Facebook und Instagram in Russland als extremistisch und sind verboten. Die Telekommunikationsaufsichtsbehörde Roskomnadsor wirft den Diensten vor, für kriminelle Aktivitäten genutzt zu werden.