Bild: ThibautRe · Quelle · CC BY-SA 4.0
Schweden plant härtere Strafen für junge Straftäter
Das Problem mit Jugendkriminalität
In Schweden gibt es ein großes Problem mit Jugendlichen, die schwere Verbrechen begehen. Viele dieser Jugendlichen sind erst 13 oder 14 Jahre alt. Sie werden von kriminellen Banden angeworben, um gefährliche Taten wie Schüsse auf offener Straße oder Morde zu begehen. Das schwedische Gesetz sagt, dass Kinder unter 15 Jahren nicht bestraft werden können. Deshalb nutzen die Banden diese jungen Menschen aus.
Die geplante Reform
Die schwedische Regierung will das ändern. Sie plant, die Strafmündigkeit für schwere Verbrechen auf 13 Jahre zu senken. Das bedeutet, dass auch 13-Jährige bestraft werden können, wenn sie schwere Straftaten begehen. Das Parlament entscheidet Mitte Juni über diese Reform. Für 15- bis 17-Jährige gibt es bereits neue Regeln: Sie können jetzt zu Freiheitsstrafen verurteilt werden.
Erfahrungen aus anderen Ländern
Andere Länder haben ähnliche Reformen schon ausprobiert. In Dänemark wurde die Strafmündigkeit von 15 auf 14 Jahre gesenkt, aber später wieder zurückgenommen. Studien zeigten, dass die Jugendlichen dadurch nicht abgeschreckt wurden. Stattdessen wurden sie öfter rückfällig. Das zeigt, dass härtere Strafen nicht immer die Lösung sind.