Frauen in Syrien: Zwischen Hoffnung und rechtlichen Hindernissen
Das Problem der vermissten Männer
In Syrien sind seit dem Bürgerkrieg über 100.000 Männer verschwunden. Viele Frauen wissen nicht, ob ihre Ehemänner noch leben. Ohne Sterbeurkunde können sie aber keine neuen Papiere beantragen. Das syrische Gesetz macht es ihnen schwer, ein normales Leben zu führen.
Warum ist das Gesetz ein Problem?
Das syrische Personenstandsgesetz stammt aus dem Jahr 1953. Es sagt, dass eine vermisste Person erst mit 80 Jahren für tot erklärt werden kann. Nur in besonderen Fällen, wie bei Kriegen, geht das schneller. Aber auch dann brauchen die Frauen die Erlaubnis der Familie ihres Mannes. Ohne diese Erlaubnis können sie kein Erbe antreten, keine Witwenrente bekommen und auch nicht neu heiraten.
Die Rolle der Familie
Für viele Frauen ist die Familie ihres Mannes ein großes Hindernis. Ohne deren Zustimmung können sie nichts unternehmen. Selbst für die Dokumente ihrer Kinder brauchen sie die Unterschrift eines männlichen Verwandten. Das macht das Leben für diese Frauen sehr schwer. Sie fühlen sich hilflos und allein gelassen.