Syriens Wiederaufbau: Rückkehrer als Hoffnungsträger
Aishas Rückkehr nach Aleppo
Aisha Jbeili floh während des syrischen Bürgerkriegs in die Türkei. Jetzt ist sie nach Aleppo zurückgekehrt und führt die traditionelle Seifenmanufaktur ihrer Familie weiter. Die Manufaktur existiert seit fast 400 Jahren. Aisha betont: "Jeder muss zurückkommen – Unternehmer, Ingenieure, einfach jeder. Es ist unsere Pflicht gegenüber dem Land."
Herausforderungen des Wiederaufbaus
Syrien steht vor großen Herausforderungen. Die Infrastruktur ist durch den Krieg stark beschädigt, und es gibt häufige Stromausfälle. Zudem fehlen Fachkräfte. Aisha erklärt: "Die Stromausfälle erhöhen unsere Produktionskosten. Die Bombardierungen haben viel zerstört, und es gibt kaum noch Facharbeiter."
Rückkehrer aus verschiedenen Ländern
Während aus Deutschland nur wenige Syrer zurückgekehrt sind, kamen aus der Türkei etwa 400.000 Menschen zurück. Regierungschef Ahmed al-Scharaa sieht im Wiederaufbau große Chancen. Wirtschaftswissenschaftler Ali Ahmed weist jedoch auf Probleme wie den schwankenden Devisenkurs und die geringe Kaufkraft hin. Gleichzeitig könnten die Aufhebung von Sanktionen und die Wiederaufnahme der Produktion die Situation verbessern.
Investitionen und Zukunftsperspektiven
Die Weltbank schätzt die Kosten für den Wiederaufbau auf 185 Milliarden Euro. Länder wie die USA, die Türkei und die Golfstaaten wollen helfen, doch der aktuelle Nahostkrieg könnte die Investitionen verzögern. Trotz der Unsicherheit kehren Menschen wie Zahira Tasabehji zurück. Sie hat in Damaskus ein Boulder-Studio eröffnet und sagt: "Je mehr Menschen zurückkehren, desto besser wird das Land."