Vermögensteuer: Pro und Contra in der politischen Diskussion
Hintergrund der Vermögensteuer
Die Vermögensteuer wurde in Deutschland 1997 abgeschafft. Das Bundesverfassungsgericht hatte die damalige Berechnungsmethode für verfassungswidrig erklärt. Seitdem gibt es immer wieder Diskussionen über eine Wiedereinführung. Die Partei Die Linke hat nun eine Studie in Auftrag gegeben, die zeigt, dass der Staat mit einer Vermögensteuer etwa 147 Milliarden Euro pro Jahr einnehmen könnte.
Argumente für die Vermögensteuer
Die Linke und einige andere Politiker argumentieren, dass die Vermögen in Deutschland sehr ungleich verteilt sind. Sie sagen, dass eine Vermögensteuer helfen könnte, diese Ungleichheit zu verringern. Ein reicher Immobilienentwickler namens Josef Rick unterstützt die Steuer. Er findet es fair, wenn Menschen mit hohem Vermögen mehr Steuern zahlen. Das Geld könnte für wichtige Projekte wie den Bau von Wohnungen oder die Finanzierung von Schulen und Kindergärten genutzt werden.
Argumente gegen die Vermögensteuer
Politiker der CDU und der AfD sind gegen die Wiedereinführung der Vermögensteuer. Sie argumentieren, dass Unternehmen in Deutschland bereits eine hohe Steuerlast tragen. Eine zusätzliche Steuer könnte Investitionen und die Wirtschaft belasten. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) warnt ebenfalls vor den Folgen. Sie sagen, dass eine Vermögensteuer vor allem Unternehmen treffen würde, die dann weniger Geld für Investitionen und Lohnerhöhungen hätten.
Mögliche Auswirkungen
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat die möglichen Auswirkungen der Vermögensteuer untersucht. Sie sagen, dass vor allem das obere Prozent der Bevölkerung betroffen wäre. Diese Menschen besitzen etwa ein Drittel des privaten Gesamtvermögens in Deutschland. Das DIW rät jedoch dazu, mit Augenmaß vorzugehen, um die Wirtschaft nicht zu stark zu belasten.