Vertikale Solaranlagen: Eine Revolution für den Norden
Das Problem mit herkömmlichen Solaranlagen
In vielen nördlichen Ländern wie Schweden sind herkömmliche Solaranlagen nicht sehr effizient. Das liegt daran, dass die Sonne dort oft tief steht, besonders im Winter. Normale Solaranlagen sind horizontal montiert und können das schräge Licht nicht gut nutzen. Deshalb erzeugen sie wenig Strom. Zudem sind sie anfällig für Stürme, die in diesen Regionen häufig vorkommen. Zwei schwedische Unternehmer, Henrik Eskilsson und Anders Olsson, haben eine Lösung für dieses Problem entwickelt.
Die Idee der vertikalen Solaranlagen
Eskilsson und Olsson gründeten das Start-up Vaja, das vertikale Solaranlagen entwickelt. Diese Anlagen bewegen sich wie Blätter im Wind und können sich der Sonne anpassen. Das Besondere daran: Sie sind nicht fest montiert, sondern drehen sich um eine vertikale Achse. Dadurch können sie auch bei tief stehender Sonne viel Strom erzeugen. Zudem legen sie sich bei Sturm flach, um Schäden zu vermeiden. Das macht sie besonders robust und effizient.
Herausforderungen und Tests
Die Entwicklung der vertikalen Solaranlagen war nicht einfach. Die ersten Prototypen gingen bei Tests auf einem Flugplatz kaputt. Die Gründer mussten viele Experimente durchführen, um die Anlagen stabil zu machen. Sie nutzten Hochgeschwindigkeitskameras, um die Bewegungen der Panels genau zu analysieren. Schließlich fanden sie heraus, wie sie die Anlagen so konstruieren können, dass sie Stürmen standhalten. Heute können die Anlagen Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h überstehen.
Vorteile der neuen Technologie
Die vertikalen Solaranlagen von Vaja haben mehrere Vorteile. Sie erzeugen bis zu 30 Prozent mehr Strom als herkömmliche Anlagen, besonders in nördlichen Regionen. Zudem sind sie kostengünstiger, weil sie weniger Material benötigen und keine schweren Betonfundamente brauchen. Das macht sie auch für Länder interessant, in denen Solarenergie bisher nicht rentabel war. Erste Pilotprojekte zeigen, dass die Anlagen funktionieren und mehr Strom in den profitablen Stunden erzeugen.