Wie Feinstaub das Risiko für Alzheimer erhöht
Feinstaub und seine Quellen
Feinstaub besteht aus winzigen Partikeln, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind. Diese Partikel entstehen vor allem durch Verbrennungsprozesse, etwa in Autos, Fabriken und Heizungen. Da sie so klein sind, können sie tief in die Lunge eindringen und sogar ins Blut gelangen. Von dort aus können sie verschiedene Organe schädigen, darunter auch das Gehirn.
Zusammenhang zwischen Feinstaub und Alzheimer
Eine aktuelle Studie mit Daten von fast 28 Millionen US-Amerikanern zeigt: Menschen, die in Gebieten mit hoher Feinstaubbelastung leben, haben ein höheres Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Alzheimer ist eine neurodegenerative Krankheit, die vor allem das Gedächtnis beeinträchtigt. Die Studie ergab, dass pro Anstieg der Feinstaubbelastung um 3,8 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft das Alzheimerrisiko um etwa 8,5 Prozent steigt.
Mögliche Mechanismen
Feinstaub kann auf verschiedene Weise das Gehirn schädigen. Eine Möglichkeit ist, dass die Partikel Entzündungen im Gehirn auslösen. Diese Entzündungen können Nervenzellen schädigen und oxidativen Stress verursachen. Oxidativer Stress bedeutet, dass schädliche Moleküle die Zellen angreifen. Zudem kann Feinstaub die Blut-Hirn-Schranke durchlässiger machen. Diese Schranke schützt normalerweise das Gehirn vor schädlichen Substanzen.
Rolle anderer Krankheiten
Die Studie untersuchte auch, ob andere Krankheiten wie Bluthochdruck, Depressionen oder Schlaganfälle das Alzheimerrisiko durch Feinstaub beeinflussen. Es zeigte sich, dass diese Krankheiten nur einen kleinen Teil des Risikos erklären. Bluthochdruck trug etwa 1,6 Prozent bei, Depressionen 2,1 Prozent und Schlaganfälle 4,2 Prozent. Das deutet darauf hin, dass Feinstaub direkt auf das Gehirn wirkt.
Bedeutung für die Gesundheitspolitik
Die Ergebnisse der Studie unterstreichen, wie wichtig Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität sind. Saubere Luft könnte helfen, das Alzheimerrisiko in der Bevölkerung zu senken. Experten betonen, dass das Demenzrisiko nicht nur von persönlichen Entscheidungen abhängt, sondern auch von der Umwelt, in der wir leben.