Afghanische Frauenfußball-Nationalmannschaft: Ein Kampf um Anerkennung und Sichtbarkeit
Ein langer Kampf für die Anerkennung
Die afghanische Frauenfußball-Nationalmannschaft darf jetzt offiziell an internationalen Spielen teilnehmen. Der Fußball-Weltverband FIFA hat seine Regeln geändert. Seit April dieses Jahres können die Spielerinnen ihr Land vertreten. Khalida Popal, die die Mannschaft mit ihrer Organisation "Girl Power" unterstützt, sagt: "Das war ein riesiger Sieg für uns."
Eine Mannschaft ohne Heimat
Die Spielerinnen leben in verschiedenen Ländern, weil sie aus Afghanistan geflohen sind. Viele von ihnen leben in England, Italien, Portugal oder Deutschland. In Afghanistan dürfen Frauen keinen Sport treiben, solange die Taliban an der Macht sind. "Wir werden aus dem Exil heraus antreten", sagt Popal. Die Frauen wollen ihr Land vertreten, obwohl sie keine Heimat haben.
Herausforderungen und Ziele
Die größte Herausforderung ist, eine starke Mannschaft aufzubauen. Die Spielerinnen können nicht regelmäßig zusammen trainieren. Außerdem gibt es in Afghanistan keine Strukturen für Frauenfußball. Popal sagt: "Wir sind auf die afghanische Diaspora angewiesen." Die Mannschaft sucht nach Spielerinnen, die Afghanistan vertreten können. Das Ziel ist, durch guten Fußball mehr Sichtbarkeit zu erreichen und für die Rechte der Frauen in Afghanistan einzustehen.