Biowaffen: Gefahren durch Krankheitserreger
Was sind Biowaffen?
Biowaffen sind Waffen, die Krankheitserreger nutzen. Dazu gehören Viren, Bakterien oder Gifte aus der Natur. Sie können Menschen, Tiere oder Pflanzen krank machen. Ein bekanntes Beispiel ist Milzbrand. Die Erreger von Milzbrand sind sehr widerstandsfähig und können lange in der Umwelt bleiben.
Biowaffen bestehen aus zwei Teilen: dem Erreger und einem System, um ihn zu verbreiten. Zum Beispiel können Raketen oder Sprühsysteme die Erreger verteilen. Die Weltgesundheitsorganisation sagt, dass Biowaffen sehr gefährlich sind. Sie gehören zu den Massenvernichtungswaffen, genau wie Atomwaffen und Chemiewaffen.
Warum sind Biowaffen verboten?
Seit 1975 gibt es ein internationales Abkommen, das Biowaffen verbietet. Fast alle Länder der Welt haben es unterschrieben. Das Abkommen sagt: Niemand darf Biowaffen entwickeln, herstellen oder benutzen. Trotzdem gab es schon Fälle, in denen Biowaffen eingesetzt wurden. Zum Beispiel wurden 2001 in den USA Briefe mit Milzbrand verschickt.
Warum sind Biowaffen schwer zu kontrollieren?
Es ist schwierig, Biowaffen zu entdecken. Viele Geräte, die für Biowaffen genutzt werden, braucht man auch für Medizin oder Forschung. Fachleute nennen das das "Dual-Use"-Problem. Außerdem sieht ein biologischer Angriff oft wie ein normaler Krankheitsausbruch aus. Deshalb ist es schwer zu wissen, ob jemand absichtlich Erreger freigesetzt hat.