Die ungewöhnliche Schwimmtechnik des Riemenfischs
Ein seltener und langer Fisch
Der Große Riemenfisch ist einer der längsten Knochenfische der Welt. Er kann bis zu acht Meter lang werden. Trotzdem sieht man ihn nur selten im Meer. Der Fisch hat eine lange, schmale Rückenflosse, die fast über seinen ganzen Körper verläuft. Diese Flosse ist sein besonderes Merkmal und hilft ihm beim Schwimmen.
Eine Flosse mit vielen beweglichen Teilen
Die Rückenflosse des Riemenfischs besteht aus vielen kleinen Flossenstrahlen. Forscher haben bei einem Tier 401 solcher Strahlen gezählt. Jeder Strahl sitzt auf einem Kugelgelenk und kann sich einzeln bewegen. Das ist anders als bei den meisten anderen Fischen. Drei Paar Muskeln steuern jeden Flossenstrahl. So kann der Fisch seine Flosse wellenförmig bewegen. Diese Wellen helfen ihm, durch das Wasser zu gleiten, ohne seinen Körper stark zu bewegen.
Ein Vorbild für die Technik
Forscher der Cornell University haben die Flosse des Riemenfischs genau untersucht. Sie glauben, dass man mit diesem Prinzip leise Unterwasserroboter bauen kann. Solche Roboter könnten im Meer eingesetzt werden, ohne die Tiere zu stören. Bisher ist es aber noch nicht gelungen, einen solchen Roboter zu bauen. Die Forscher haben die Mechanik der Flosse beschrieben, aber noch nicht nachgebaut.